Frühjahr 2021

 In der britischen Zeitschrift «Correlation», die Beiträge zur astrologischen Forschung veröffentlicht, sind vom Autor Kyösti Tarvainen aus Finnland zwei Zusammenfassungen von grösseren statistischen Untersuchungen zu astrologischen Grundlagen veröffentlicht worden. Der Autor war Dozent als System-Analyst und kennt sich mit modernen Methoden der statistischen Untersuchungen von grossen Datenmengen («Big Data») aus. Er untersuchte u.a. Häusermethoden, Methoden der Partnerschaftsastrologie, zum tropischen und siderischen Tierkreis, Aspektorben, prognostischen Methoden und den Halbsummen. Vor allem letzteres find ich Interessant, da mir dazu fast keine grösseren Untersuchungen bekannt sind. Sein Ergebnis ist, dass direkte Halbsummen zu persönlichen Punkten sehr wirksam sind. Für uns vom SAF soweit nichts neues, aber gut, dass diese soweit auch nachgewiesen werden konnte. Für mich sind Halbsummen unentbehrlich führen mich oft direkt zu einer wesentlichen Thematik. Vom Autor Tarvainen gibt es keine Publikationen auf Deutsch und nur wenig in Englisch. Finnisch verstehe ich leider nicht.

 

Correlation Vol. 33 (2) 2021, ISSN-0260-8790

 

 

Winter 2020

Zum Thema Corona wurde die Astrologie öfters von Laien angegriffen, dass wir dies nicht klar als desaströses Ereignis voraussagen konnten. Es wird immer wieder der Astrologie unterstellt, dass sie «Wahrsagen» kann, weil sie prognostische Methoden kennt. Das ist aber nicht dasselbe. In mehreren astrologischen Kongressen und Beiträgen in Fachzeitschriften wurde dazu Ende 2019 und im Januar 2020 darüber ein Diskurs dazu geführt, dass wir vor grossen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüchen stehen, aufgrund markanter Verschiebungen von langjährigen astronomischen Konstellationen. Diese Veränderungen sind eingetroffen. Die aktuelle Ursache liegt im biologischen Winzling «Covid-19». Da wir keine Wahrsager sind, konnten wir dir Ursache Covid-19 nicht im Voraus benennen. Jetzt wo klar ist, in welchen Bereichen sich diese Änderungen zeigen und wir alle davon betroffen sind, lassen sich mit prognostischen Methoden schon konkreter benannte Aussagen zum weiteren Verlauf machen. Wir Astrologen sind uns dieser Beschränkung der Prognostik bewusst, astrologischen Laien verstehen das aber nicht.

  

 

Herzliche Grüsse, 

 

Ihr Rolf Baltensperger 

 

Herbst 2020

Kometen sind immer Überraschungsgäste. Sie werden zuerst von unserer Sonne angezogen und verlassen dann nach einer Umlenkung um die Sonne unser Planetensystem meistens. Die Sonne heizt sie auf, so dass Ausdünstungen (Gase und Schwebeteile)) entstehen, die den sichtbaren Kometenschweif verursachen. Von vielen bekannten Kometen werden im Vorfeld vor ihrer Annäherung an die Sonne grosse Erwartungen geweckt, wie toll sie mit blossem Auge sichtbar sein werden, was meistens nicht erfüllt wird. Das liegt an dürftigen historischen Angaben zum Kometen, aber auch, dass sich Kometen verändern können. Bei bisher unbekannten Kometen wie dem letzthin im Juli 2020 sichtbaren Neowise C/2020 F3 sind Voraussagen fast unmöglich, wie sich die Sichtbarkeit entwickeln wird. Dieser hat wirklich überrascht, weil er seit 22 Jahren der erste Komet war, der mit dem Auge erkannt werden konnte. Kometen bringen immer überraschende Botschaften von weit her. Für Experten: Dieter Koch vom Astrodienst hat bereits eine Ephemeride zu diesem Kometen erstellt, die sich in CHIRON 7 einfügen lässt, in der aktuellsten Version von CHIRON 7 wird diese Ephemeride bereits enthalten sein. 

 

 

Herzliche Grüsse,

Ihr Rolf Baltensperger

 

 

Sommer 2020

Wer hätte zu Beginn vom Jahr 2020 mit den markanten Zeichenwechseln von mehreren Langsamläufern und den weiteren Konjunktionen im Verlauf des Jahres gedacht, in welchem Zusammenhang die prognostizierten Umbrüche in Wirtschaft und Gesellschaft stehen werden. Gerade wegen den gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen sind zurzeit Aussagen von ökonomischen Prognostikern sehr gefragt. Doch diese sehen sich meist mit der Infragestellung ihrer bisherigen Methoden (Modelle) konfrontiert, so dass ihre Grundlagen für ihre bisher als wissenschaftlich bezeichneten Aussagen abhandengekommen sind. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Beitrag im Meridian 02/2020 von Hannelore Goos mit einem Vergleich der wirtschaftlichen und astrologischen Prognostik. Die Datengrundlagen der Astrologie  mit dem Lauf der Gestirne ist seit vielen Jahrhunderten bekannt und hat über viele Jahre nur graduelle Anpassungen benötigt (wie den Einbezug der Transsaturnier) und kann auch in der aktuellen Krisenzeit gleich bleiben, aber die Interpretationen müssen den geänderten Umständen angepasst werden. Mit der Zyklenforschung haben wir ein Mittel, die Prognosen besser auf die aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu deuten. Wie die Wirtschaftsprognostiker sind auch wir keine Wahrsager und können konkrete Ereignisse nicht bis aufs Komma genau vorher beschreiben. Die Astrologie hat aber den Vorteil, dass wir mit einem stabilen Datenmodell arbeiten können, während die Wirtschaftsprognostiker sowohl beim Modell wie der Interpretation heute auf sehr unsicheren Füssen stehen.

 

 

 

Herzliche Grüsse,

 

 

Ihr Rolf Baltensperger 

Frühjahr 2020

Am 9. Januar 2020 ist vom amerikanischen Datenwissenschaftler und promovierten Physiker Alexander Boxer ein Buch veröffentlicht worden mit dem Titel «Ein Schema des Himmels», darüber berichtet die aktuelle Ausgabe vom «The Astrological Journal (TAJ)» vom britischen Astrologenverband AA. Darin befasst er sich mit der Astrologie und wie die astrologische Vorgehensweise ist. Gemäss TAJ ist für Boxer «die unendliche Komplexität der Astrologie … faszinierend» und die Astrologen versuchen daraus, relevante Aussagen zu machen, was soweit Parallelen zur Vorgehensweise in der heutigen Datenwissenschaft (neuronale Netzwerke, maschinelles Lernen, Algorithmen etc.) aufweist. Auch dort wird versucht, aus einer grossen Datenmenge relevante Aussagen zu machen und versteckte Zusammenhänge aufzudecken. Das Buch ist in weiten Teilen ein Geschichtsbuch der klassischen Astrologie, aber mit einer neuen Gewichtung in der heutigen gesellschaftlichen Relevanz. Das Buch hat von einigen renommierten Zeitschriften aus Wissenschaft und Gesellschaft positive Kritiken erhalten. Tönt vielversprechend!

 

Alexander Boxer « A Scheme of Heaven”, zurzeit nur auf Englisch verfügbar.

 

 

Herzliche Grüsse und bleibt gesund,

 

 

Ihr Rolf Baltensperger