Sommer 2020

Wer hätte zu Beginn vom Jahr 2020 mit den markanten Zeichenwechseln von mehreren Langsamläufern und den weiteren Konjunktionen im Verlauf des Jahres gedacht, in welchem Zusammenhang die prognostizierten Umbrüche in Wirtschaft und Gesellschaft stehen werden. Gerade wegen den gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen sind zurzeit Aussagen von ökonomischen Prognostikern sehr gefragt. Doch diese sehen sich meist mit der Infragestellung ihrer bisherigen Methoden (Modelle) konfrontiert, so dass ihre Grundlagen für ihre bisher als wissenschaftlich bezeichneten Aussagen abhandengekommen sind. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Beitrag im Meridian 02/2020 von Hannelore Goos mit einem Vergleich der wirtschaftlichen und astrologischen Prognostik. Die Datengrundlagen der Astrologie  mit dem Lauf der Gestirne ist seit vielen Jahrhunderten bekannt und hat über viele Jahre nur graduelle Anpassungen benötigt (wie den Einbezug der Transsaturnier) und kann auch in der aktuellen Krisenzeit gleich bleiben, aber die Interpretationen müssen den geänderten Umständen angepasst werden. Mit der Zyklenforschung haben wir ein Mittel, die Prognosen besser auf die aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu deuten. Wie die Wirtschaftsprognostiker sind auch wir keine Wahrsager und können konkrete Ereignisse nicht bis aufs Komma genau vorher beschreiben. Die Astrologie hat aber den Vorteil, dass wir mit einem stabilen Datenmodell arbeiten können, während die Wirtschaftsprognostiker sowohl beim Modell wie der Interpretation heute auf sehr unsicheren Füssen stehen.

 

 

 

Herzliche Grüsse,

 

 

Ihr Rolf Baltensperger 

Frühjahr 2020

Am 9. Januar 2020 ist vom amerikanischen Datenwissenschaftler und promovierten Physiker Alexander Boxer ein Buch veröffentlicht worden mit dem Titel «Ein Schema des Himmels», darüber berichtet die aktuelle Ausgabe vom «The Astrological Journal (TAJ)» vom britischen Astrologenverband AA. Darin befasst er sich mit der Astrologie und wie die astrologische Vorgehensweise ist. Gemäss TAJ ist für Boxer «die unendliche Komplexität der Astrologie … faszinierend» und die Astrologen versuchen daraus, relevante Aussagen zu machen, was soweit Parallelen zur Vorgehensweise in der heutigen Datenwissenschaft (neuronale Netzwerke, maschinelles Lernen, Algorithmen etc.) aufweist. Auch dort wird versucht, aus einer grossen Datenmenge relevante Aussagen zu machen und versteckte Zusammenhänge aufzudecken. Das Buch ist in weiten Teilen ein Geschichtsbuch der klassischen Astrologie, aber mit einer neuen Gewichtung in der heutigen gesellschaftlichen Relevanz. Das Buch hat von einigen renommierten Zeitschriften aus Wissenschaft und Gesellschaft positive Kritiken erhalten. Tönt vielversprechend!

 

Alexander Boxer « A Scheme of Heaven”, zurzeit nur auf Englisch verfügbar.

 

 

Herzliche Grüsse und bleibt gesund,

 

 

Ihr Rolf Baltensperger